Na das ist ja ganz bezaubernd: Glasregen in der Innenstadt.

Öffentliche Sicherheit ist ja meist eng mit den Piraten-Kernthemen Freiheits- und Bürgerrechte verbunden.Hier mal eine Augsburger Geschichte aus dem Bereich „Öffentliche Sicherheit“ im wörtlicheren Sinne:

Du kennst doch bestimmt diese bezaubernde Ruine am Schmiedberg, oder?

Nein? Vielleicht die Ansicht von der Südseite, am Leonhardsberg?


(Bild CC BY-NC 3.0 Florian Frimmel)

Jedenfalls spielt sich hier scheinbar kaum beachtet ziemlich gefährliches ab: Wie ein Anwohner berichtete zerbersten immer wieder Fensterscheiben, die Glassplitter regnen auf den Gehweg und die Straße. So etwas passiert wohl gerne bei starkem Wind, wovon wir ja in der Woche vor Ostern genügend hatten.

So es dann nachher aus – man beachte das leere Fenster links oben:

Meist kommen nach so einem Malheur dann die Polizei und Feuerwehr um aufzuräumen und Glasreste aus den betroffenen Fenstern zu entfernen, einmal haben das wohl auch die dort werkelnden Bauarbeiter ohne größeres Aufsehen selber sauber gemacht. Bisher ist anscheinend noch niemand verletzt worden, aber wer weiß wie lange wir noch Glück haben.

Aber was ist das denn überhaupt für eine merkwürdige Ruine, und was passiert mit der so? Wo früher die „World of Music“ war ist seit über 10 Jahren nur noch Leerstand. 2004 gab es mal den Plan, ein Ramada-Hotel aus dem Bau zu machen. Der platze aber und die nächste Idee war, dort ein Studentenwohnheim einzurichten, woraus aber ebenfalls nichts wurde. Daraufhin folgte Jahrelang nichts, bis 2011 ein Investor aus Dubai das Gebäude erstand. Eigentlich wollte dieser nach einigen Schwierigkeiten gleich wieder verkaufen, aber es fanden sich keine Interessenten. Deswegen will der Investor das Gebäude nun doch selber nutzen. Seit Anfang 2015 wird nun gewerkelt, diesmal soll es zur Abwechslung mal wieder ein Hotel werden. Bis Jahresende soll alles fertig sein – wir sind gespannt.

Ob, wann oder wie der Besitzer bewegt wird die Ruine abzusichern, oder für die sicher vermeidbaren Aufräum- und Sicherungs-Einsätze aufzukommen, ist noch nicht bekannt. Aber vielleicht traut sich die Stadt auch nicht mit einem Investor anzulegen… Ebenfalls wäre interessant auch vorab schon zu wissen, ob geplant ist, bei der vermutlich anstehenden Sanierung der Fassaden die Straße einzuengen und damit der Verkehr zu behindern.

Wir schauen mal, was sich herausfinden lässt – immerhin gibt es ja interessierte Lokalmedien und sogar einen Architekten in der Stadtrats-Opposition 😉

Titelbild: (c) OpenStreetMap Mitwirkende, CC-BY-SA


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