Ohne Wasserwerfer- und Tränengaseinsatz, aber mit zahlreichen Diskussionen und überzeugten Bürgern: Rund 100 Demonstranten aus der Mitte unserer Gesellschaft, darunter zahlreiche Architekten, Stadtplaner und Bauingenieure, bildeten eine Menschenkette gegen falsche Stadtentwicklung. Entlang der zentralen Innenstadtachse stellten sich die politisch Aktiveren der Stadt in eine Reihe, um damit die Ausdehnung eines gegen Stadtratsbeschluss und Mehrheitsmeinung durch ein Bürgerbegehren geforderten Autobahntunnels mitten in der Augsburger City zu zeigen.
Die Piraten hielten ihre prozentuale Beteiligung der Bundestagswahl, ein benachbarter Infostand einer bayerisch-christlichen Splitterpartei mit weissblauem Sonnenschirm stiess auf nur geringes Interesse bei der Bevölkerung. Auf dem Bild sind die beiden anwesenden Piraten nicht zu sehen, weil sie auf spontane Anregung der Veranstalter hin den Kopf der Absperrkette stellten. Positives Fazit: Die Piraten bilden einen natürlichen Teil des progressiven Spektrums in der Schwabenmetropole und treten erkennbar auch für bürgernahe Nicht-Kernthemen wie öffentlichen Nahverkehr ein.

euer fritz

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Ein Kommentar zu Augsburg: Menschenkette gegen Tunnelwahnsinn
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